„Phone Smart! - Workshop für Schulklassen

Hintergrund, Zielgruppe und Zielsetzung:

echte freunde…schnell mal Mails checken, die Freundin fotografieren, neue whatsapp posts lesen, einen Video ansehen oder ein Onlinespiel spielen. Das Handy ist für viele Kinder und Jugendliche ein zentraler und äußerst attraktiver Gebrauchsgegenstand geworden.

Die häufige Nutzung der modernen Handys kann zur Gewohnheit, Missbrauch oder sogar zu einer Sucht führen. Desweiteren kann ein häufiger Konsum leistungsmindernd wirken. Aufgrund des unkontrollierbaren Gebrauchs durch die ortsunabhängige bzw. mobile Nutzung ist die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs als höher einzuschätzen als bei ortsgebundenen Geräten (z. B. PC zu Hause).

Oft werden 5.-klässler im Zuge der meist größeren Distanz zwischen Schule und Zuhause als in der Grundschulzeit von den Eltern das erste Mal mit Handys ausgestattet. Kinder in diesem Alter sind meist mit so einem Hightech Multifunktions-Gerät überfordert bzw. überwältigt von der Freiheit und Möglichkeiten, die es Gerät mit sich bringt.

Hier möchte der Workshop ansetzen und den Kindern der 5. Klasse und 6. Klassen die Möglichkeit geben, ihren Konsum zu reflektieren und mögliches Suchtverhalten bzw. Missbrauch vorzubeugen.

 

Konkrete Themen und Methoden:

  

Handyprofil

(Ist-Zustand der Klasse) – die  Schüler sammeln gemeinsam, welche Apps und wie häufig sie sie an ihrem Smartphone oder anderen Geräten nutzen.

Der daraus entstehende Überblick ist Teil der Selbstreflektion und dient als Grundlage für den weiteren Verlauf des Workshops.

 

Suchttest - Bist du stärker als dein Handy?

Gemeinsam führen wir einen Suchttest durch. Der Suchttest wird in der Klasse ausgewertet. Die Schüler überlegen sich, wie sie ihr „Suchtverhalten“ positiv verändern können. Regeln werden festgehalten.

 

Strahlenschutz und Handy

Im Rahmen eines Quizzes besprechen wir mögliche Auswirkungen von Handystrahlung und was wir präventiv dagegen tun können.

 

Spiele und Social Media Dienste

Spiele haben gerade in dieser Altersgruppe eine hohe Anziehungskraft und bieten manche Gefahren wie Sucht und Kostenfallen. Aktivitäten in Soziale Netzwerken können ebenfalls überhand nehmen, die Produktivität des Konsumenten verringern (z. B. Schulleistungen), die Konzentration mindern und süchtig machen. Die beiden Themen werden im Rahmen des Suchttests und des Quizzes thematisiert.

I forgot my phone...

...ist ein kurzer youtube clip, der aufzeigt, wie tief das Leben in unserer Gesellschaft mit dem Handy verbunden ist. Dieser wird reflektiert. Im Anschluss daran überlegt sich die Klasse, in welchen Situationen das Smartphone

  • Ok
  • Unpassend
  • Gefährlich
  • Hilfreich
  • Verboten   ist.

Diese Methode soll die Schüler dazu sensibiliseren, ein besseres Gespür dafür zu haben, in welcher Situation sie das Smartphone nutzen oder eben nicht. Einzelne Beispiele werden pantomimisch dargestellt, es findet ein Wettbewerb statt.

 

Gefahren im Netz

Im Rahmen eines Quizzes reflektiereren die Schülerinnen und Schüler Themen wie Persönliche Daten, Cybermobbing, Big Data, Sexting, Pornographie und Gewalt im Internet, Kontakt mit Fremden, Virenbefall, soziale Netzwerke, illegale Seiten und Downloads usw.

 

Regeln des smarten Umgangs

– die Klasse erstellt ein Plakat mit Regeln und Empfehlungen zum Gebrauch des Smartphones, die sie im Workshop erfahren haben.

 

Weitere Methoden werden laufend entwickelt.

Nachhaltigkeit:

  • Am Ende des Workshops werden regionale Hilfsangebote vorgestellt.
  • Schüler Workshops finden in der Regel in Kombination mit Elternworkshops statt.

Dauer:

Der Workshop dauert meist einen Vormittag.

Zeitpunkt:

nach Vereinbarung

Kosten:

keine

Voraussetzung für die Durchführung der Schüler-Workshops:

  • Klassenzimmer mit Stuhlkreis
  • Mobile Pinnwand oder alternativ eine Magnetwand (magn. Tafel)  mit 30 Magneten zum Befestigen von Moderationskarten
  • Wenn möglich: Blaue und rote Klebepunkte
  • Wenn möglich: alle Vornamen der SchülerInnen auf einem Klebeetikett groß geschrieben (ca. 10 x 5 cm). Die Etiketten werden als Namensschilder verwendet.
  • Beamer, internetfähiger Laptop mit Lautsprechern mit der Möglichkeit Filme online zu zeigen

Referent/en/

Martin Seidl, Dipl. Sozialpädagoge (FH), Suchtpräventionsfachkraft,

 

Die JASler und Lehrkräfte vor Ort werden in der Regel in die Durchführung der Workshops mit eingebunden.

 

Kontakt:

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim

Martin Seidl

Tel. 08031/392-6213

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Stand: September 2016

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