Handyprofil

Handyprofil-Wasserburg

Die Methode "Handyprofil" habe ich abgeleitet von der Methode "Konsumprofil", eine bekannte Methode aus der allgemeinen Suchtprävention.

Ich nutze diese Methode meist am Anfang eines Workshops um eine sogenannte "Ist-Zustands-Analyse" zu erhalten. Also, wo stehen die Schüler eigentlich bzw. wie, was und wie häufig nutzen sie ihr Handy.

Anhand dieser Infos kann man Reflexionsfragen stellen, warum, wo, mit wem und wann sie eine bestimmte Funktion am Handy nutzen. (Z.B. Wie viele whatsapp Nachrichten erhältst du pro tag und wie viele versendest du?)

Anhand der Infos kann man die Suchtmerkmale thematisieren. Meist kommt von den Schülern selbst die Bemerkung, dass übermäßiger Handykonsum süchtig machen kann und dann kommt meine Frage "Was heißt eigentlich Handy süchtig sein?

Anhand der Infos kann man auch über Regeln der Selbstbegrenzung sprechen oder fragen welche Regeln es bezüglich Handyumgang bei euch zu Hause gibt usw.

 

Materialien:

  • eine mobile Pinnwand (alternativ kann die Tafel in einem Klassenzimmer nutzen sofern sie magentisch reagiert)
  • Moderationskärtchen (sh. Abbildung oben)
  • nadeln um die Moderationskärtchen zu befestigen
  • blaue und rote Klebepunkte (alternativ können Punkte auch mit Eddings versehen werden)

 

Setting:

  • Stuhlkreis
  • 3 Freiwillige aus der Klasse, die die Kärtchen beschreiben und aufhängen

 

Ablauf:

  • Nachdem die Pinnwand aufgestellt ist und die freiwilligen Helfer bereit sind, wird eingangs die Frage gestellt: "Welche Funktionen hat eurer Handy/Smartphone?" oder "Was macht ihr mit eurem Handy?"
  • Nun werden die Funktionen gesammelt und auf Kärtchen geschrieben.
  • Nachdem man ca. 20 Begriffe auf Kärtchen hat und diese aufgehängt wurden, kommt man zum 2. Schritt: (sh. Bild oben)
    • Die Schüler/innen bepunkten alle zutreffenen Kärtchen mit blauen Punkten (wenn die Funktionen in den letzten 7 tagen 1 bis 5 mal genutzt wurden)
    • Die Schüler/innen bepunkten alle zutreffenen Kärtchen mit roten Punkten (wenn die Funktionen in den letzten 7 tagen 6 mal oder häufiger genutzt wurden)
    • Die Schüler/innen bepunkten nicht, wenn die Funktion gar nicht genutzt wurde.
  • Im Idealfall wird die mobile Pinnwand so gedreht, dass die Klasse keinen Blick auf die Kärtchen und Punkte hat. Die Tafel wird nach Beendigung des Bepunktens zur Klasse hin umgedreht.
  • Nun werden Reflexionsfragen, wie oben beschrieben, gestellt. Zuerst kann man die Kärtchen nach oben positionieren, die am meisten Punkte haben.

 

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